Wettbewerb zur Gestaltung des Europagartens im Europaviertel West entschieden

Die Preisträger des Realisierungswettbewerbs zur Freiraumplanung im Europagarten stehen fest: Einstimmig vergab die Jury den ersten Platz an das Büro Relais Landschaftsarchitekten. Platz 2 errang Levin Monsigny GmbH, Berlin. Platz 3 wurde zweimal vergeben an Kuhn Truninger GmbH, Zürich, und Westpol Landschaftsarchitekten GmbH, Basel.

Durch den Siegerentwurf, so die Bewertung der Jury „entsteht […] ein Freiraum, der den unterschiedlichen Nutzungsansprüchen der Quartiersbewohner entgegenkommt. […] Im Einzelnen ergeben sich Aufenthaltsräume von hoher Qualität und Anmutung, am Ende ein Garten mit städtischem Charakter.“ Positiv bewertet die Jury die großzügige Promenade durch den Park, die geprägt ist „von heckengeschützten Sitzbereichen, der baumüberstandenen Promenadenfläche und der Kante zur großen Wiese – ein klassisches, bewährtes Motiv der Gartenkunst.“ Im westlichen Teil des Parks ist ein Areal mit Wasserbecken und Pflanzungen geplant. Mehrere heckengesäumte Spielbereiche laden Kinder ein, sich dort auszutoben.

Mit dem Europagarten realisiert die Immobiliengesellschaft aurelis Real Estate GmbH & Co. KG schon ab Sommer 2009 schrittweise das grüne Kernstück des neuen Frankfurter Stadtquartiers Europaviertel West. Parallel dazu vermarktet aurelis die Flächen zur Bebauung. Der Europagarten verläuft über rund sechs Hektar. Weitere ca. drei Hektar kommen als Grünverbindung zwischen dem benachbarten Stadtteil Gallus und dem Rebstockpark jenseits der Straße Am Römerhof hinzu.

Auslober des europaweiten „freiraumplanerischen Realisierungswettbewerbs“ war aurelis in enger Kooperation mit dem Grünflächenamt der Stadt Frankfurt am Main. Die Koordination des Wettbewerbs lag bei dem Frankfurter Büro BWP Endreß Landschaftsarchitekten. Der Wettbewerb wurde im Sommer 2008 in Abstimmung mit der Architekten- und Stadtplanerkammer Hessen ausgeschrieben.* Dem Wettbewerb war ein Bewerbungsverfahren vorgeschaltet, aus dem elf Teilnehmer ausgewählt wurden. Vier weitere Büros wurden eingeladen. Vor der Bewertung waren die abgegebenen Arbeiten anonymisiert worden.

Das Preisgericht tagte am 11.12. und 12.12.2008 unter Vorsitz von Prof. Bernd Scholl (ETH Zürich), mit Prof. Gerd Aufmkolk (freischaffender Landschaftsarchitekt, Nürnberg), Prof. Regine Keller (freischaffende Landschaftsarchitektin, München), Stephan Heldmann (Leiter Grünflächenamt Frankfurt) und Thomas Reinhard (Stadtplaner, aurelis) sowie der Stadträtin Dr. Manuela Rottmann, Stadtrat Edwin Schwarz, Stadtrat Prof. Dr. Felix Semmelroth und Thaddäus Zajac (Geschäftsführung aurelis). Anwesende Stellvertreter waren Prof. Brigitte Schmelzer (freischaffende Landschaftsarchitektin, Esslingen), Susanne Burger (freischaffende Landschaftsarchitektin, München), Heike Appel (Grünflächenamt Frankfurt), Dieter von Lüpke (Leiter Stadtplanungsamt Frankfurt) und Susanne Kujer, (Referentin Kulturamt Frankfurt). Weitere sachverständige Berater aus Politik, Verwaltung, Stadtplanung und Wirtschaft ergänzten die Jury.

Wettbewerbsaufgabe war es, einen Quartierspark zu gestalten, der die Aspekte der vielfältigen, europäischen Gartenkultur aufnimmt und individuell interpretiert. Damit soll für Bewohner und Beschäftigte des Europaviertels ebenso ein Anziehungspunkt geschaffen werden wie für die angrenzenden Stadtteile. „Es ist Aufgabe der Wettbewerbsteilnehmer, den Typus eines ‚Stadtgartens der Zukunft’ zu definieren, der als Ort der Begegnung und Kommunikation, als Aufenthalts-, Bewegungs- und Entspannungsort dienen kann. Alles in allem sollen mit dem Europagarten Lösungen entwickelt werden, die für Stadtviertel einer europäischen Metropole im 21. Jahrhundert beispielhaft sind.“ so ein Auszug aus der Ausschreibung.

Eine besondere Herausforderung für die Wettbewerbsteilnehmer stellte die Anforderung dar, den Zeitablauf der städtebaulichen Entwicklung im Europaviertel mit der schrittweisen Realisierung einzelner Parkabschnitte zu verknüpfen. Ab Sommer 2009 sollen die Arbeiten am Europagarten aufgenommen werden.

aurelis will im Europaviertel die Grundlagen für eine nachhaltige Stadt- und Flächenentwicklung im Sinne einer „Green City“ schaffen, so dass künftige Investoren und Bauträger gute Voraussetzungen für den Erwerb von Nachhaltigkeitszertifikaten haben. Bei den städtebaulichen Planungen ist dies bereits berücksichtigt worden; in der Wettbewerbsaufgabe für die Gestaltung des Europagartens wurde ebenfalls ausdrücklich eine ökologische Orientierung gewünscht.

Mit der Auswahl des Siegerentwurfs des Büros Relais Landschaftsarchitekten verbindet die Jury die große Chance für eine hohe Qualität im neu entstehenden, öffentlichen Europagarten. Der Preisgerichtsvorsitzende, Prof. Bernd Scholl: „Mit dem Entwurf des 1. Preisträgers verfügen die Auslober über einen herausragenden Beitrag aus der Konkurrenz des Wettbewerbs. Als grüne Mitte des Stadtquartiers wird ein großzügiger, eleganter Garten entstehen, der die Qualität des Europaviertels unterstreicht.“

Die Ergebnisse des Wettbewerbs werden in der Zeit vom 16.12. bis 23.12. im Foyer des Gallus-Theaters, Kleyerstraße 15 in 60326 Frankfurt, öffentlich ausgestellt. Öffnungszeiten sind jeweils 11-18 Uhr, am Donnerstag 18.12.2008 nur von 10-13 Uhr. Am Mittwoch, den 17.12.2008, findet ab 17 Uhr eine öffentliche Führung mit Erläuterung der Wettbewerbsergebnisse durch den Auslober aurelis gemeinsam mit Vertretern des Grünflächenamtes der Stadt Frankfurt und dem 1. Preisträger statt.

* gemäß GRW 1995 in der Fassung vom 22.12.2003

Kontakt für die Presse

Susanne Heck

Leiterin Marketing & Kommunikation

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