Neuer Platz am Alten Zollhof: viel Grün und die Würde historischer Bausubstanz

Die Bauarbeiten für die Neugestaltung des ca. 6.000 Quadratmeter großen Zollhallenplatzes an der Schnittstelle von Neunlindenstraße und Waldkircher Straße haben begonnen. Die aurelis GmbH & Co. KG als Eigentümer und Erschließungsträger des ehemaligen Güterbahnhofgeländes und die Stadt Freiburg haben in den letzten Monaten die Weichen für den neuen Quartiersplatz gestellt. Gemeinsam wurden die einzelnen Planungsschritte der Umsetzung festgelegt. Seit Sommer 2010 laufen die vorbereitenden Bodenarbeiten auf der Fläche.

Das Gestaltungskonzept wurde unter der Federführung von Mathias O. Fridrich, Leiter der Stadtgestaltung des Stadtplanungsamtes der Stadt Freiburg, entwickelt. Das Entree in das derzeit größte innerstädtische Entwicklungsgebiet Freiburgs, das unter dem Namen Gare du Nord vermarktet wird, soll bereits zum Ende des Jahres 2010 weitgehend fertig gestellt sein. Die Kosten werden sich insgesamt voraussichtlich auf etwa 850.000 Euro belaufen.

Thaddäus Zajac, Mitglied der Geschäftsführung bei aurelis appelliert an die Nachbarschaft, den Platz künftig für sich zu nutzen: „Wir wollen einen Ort gestalten, der zum Verweilen einlädt. Und wir möchten die Bevölkerung der umliegenden Stadtteile anregen, dieses im Werden begriffene neue Quartier in Freiburg anzunehmen.“

Hochwertige Gestaltung

Mit der Planung und Durchführung der Baumaßnahme ist das Atelier Dreiseitl aus Überlingen beauftragt. Das Büro hat das städtische Konzept im Detail weiterentwickelt. Die Gestaltung folgt dem Ziel, eine angemessene städtebauliche Eingangssituation für das Areal zu schaffen und ein hochwertiges Pendant zu der Kulisse des sanierten, denkmalgeschützten Zollhallengebäudes zu bilden. Herbert Dreiseitl formuliert Anspruch und Aufgabe: „Hochwertige Gestaltung, die intelligente Verbindung verkehrlicher und städtebaulicher Aspekte sowie Ökologie und Nachhaltigkeit stehen im Fokus. Der Platz soll außerdem die Geschichte vom Areal des ehemaligen Güterbahnhofs integrieren. Aus diesem Grund haben wir historische Bausubstanzen genutzt. Das verleiht dem Ganzen eine besondere Würde.“

Großzügige Stadtterrassen mit Liegemöbeln aus Stein und Holz werden den Mittelpunkt des Platzes bilden. Ein Cafépavillon ist hier ebenfalls geplant und wird von aurelis gemeinsam mit einem späteren Betreiber realisiert. Bis dahin soll die freie Fläche mit Blumen bepflanzt werden. Schatten spendet ein lichter Hain aus Zierkirschen. Staudenbeete mit Ziergräsern vermitteln den Übergang zu Platzfläche. Entlang der Neunlindenstraße werden die Namen gebenden Linden einen grünen Rücken bilden. Zur Waldkircher Straße bildet ein Grünkeil mit Versickerungsriefen das Bindeglied zur geplanten Haltestelle der vorgesehenen neuen Stadtbahnstrecke.

Markenzeichen Nachhaltigkeit

Zu den Markenzeichen des Ateliers Dreiseitl gehört es, die immer knapper werdende Ressource Wasser gestalterisch und funktional in das Design städtischer Freiräume zu integrieren. Beim Zollhallenplatz bedeutet dies, dass selbst bei Starkregenfällen kein Oberflächenwasser der Kanalisation zugeleitet wird. Der Niederschlag wird über begrünte Versickerungsflächen und unterirdische Rigolen gereinigt dem Grundwasser zugeführt. In ausgeschliffenen Steinmulden verbleiben kleine Reste des Regenwassers als Einladung zum Spielen für Kinder.

Die Besonderheit des Zollhallenplatzes zeigt sich auch in dem nachhaltigen Materialkonzept, bei dem annähernd hundert Prozent der neu zu gestaltenden Oberflächen mit vorhandenen, hochwertigen Materialien aus dem ehemaligen Güterbahnhofsgelände und aus weiteren städtischen Maßnahmen hergestellt werden – dies sind im Detail mehr als 500 laufende Meter Eisenbahnschienen, 3.400 Quadratmeter Natursteinpflaster und 600 Quadratmeter großformatige Betonwerksteinplatten.

Erschließungsarbeiten laufen planmäßig – Baufeld C1 im Vertrieb

Die Verkehrserschließung des 39 Hektar großen Areals Gare du Nord schreitet voran. Der erste Abschnitt, rechts vom Alten Zollhofgebäude (Güterhallenstraße), ist bereits fertig gestellt. Die Zollhallenstraße, links vom Zollhof, wird witterungsabhängig ab Anfang 2011 ausgebaut und die Querspange als Verbindung der beiden Straßen zum Ende des 2. Quartals 2011 realisiert.

Für den Erwerb des Baufelds B1 hinter dem Alten Zollhofgebäude gibt es Anfragen von Interessenten. Weitere Gespräche über andere Baufelder werden ergebnisoffen geführt. Für den Betrieb des renommierten ehemaligen Restaurants La Cantina steht aurelis ebenfalls in Gesprächen mit Interessenten.

Informationen finden Sie auch unter www.gare-du-nord.de

Kontakt für die Presse

Susanne Heck

Leiterin Marketing & Kommunikation

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