Kaufvertrag für Bahnstadt unterschrieben

Heute Nachmittag wurde der Kaufvertrag zwischen der Entwicklungsgesellschaft Heidelberg (EGH) – einem Konsortium aus der Sparkasse Heidelberg, der LBBW Immobilien GmbH sowie der Gesellschaft für Grund- und Hausbesitz Heidelberg (GGH) – und der aurelis Real Estate GmbH & Co. KG abgeschlossen. Nun kann die EGH rund 60 Hektar und damit die größte zusammenhängende Fläche in der Bahnstadt in die Entwicklung bringen. Diese zentrale Entwicklungsfläche umfasst den ehemaligen Güter- und Rangierbahnhof südwestlich des Hauptbahnhofs. Weitere 15 Hektar wurden von der Stadt Heidelberg erworben. Dabei handelt es sich um Zulaufstrecken im Osten und Süden sowie die im Süden liegenden Kleingärten. Der Kaufvertrag gilt vorbehaltlich einer Einigung zwischen dem Konsortium und der Stadt Heidelberg über einen städtebaulichen Vertrag. Diese Eini¬gung soll bis zum 11. April 2008 erzielt werden.

Dieter Ullsperger, Geschäftsführer von aurelis: „Heute verzeichnen wir einen echten Meilenstein im Projekt.“ 2001 war das Projekt zwischen aurelis und der Stadt Heidelberg mit der Durchführung eines städtebaulichen Wettbewerbs gestartet. 2003 verabschiedete der Gemeinderat einen städtebaulichen Rahmenplan. Die Verhandlungen über eine städtebauliche Rahmenvereinbarung, die die Kostenverteilung für Erschließung und Grünflächengestaltung vorsieht, gerieten 2005 ins Stocken. Im Dezember 2005 unterbreitete aurelis auf Wunsch der Stadt erstmals ein Angebot zum Erwerb der gesamten aurelis-Fläche. Im Herbst 2006 fanden auf Wunsch der Stadt erste Gespräche zwischen aurelis mit der damaligen LEG Baden-Württemberg mbH, jetzt LBBW Immobilien GmbH, statt. Unter Oberbürgermeister Dr. Eckart Würzner wurden diese Gespräche weitergeführt. Am 20. Dezember 2007 machte der Gemeinderat den Weg für die weitere Ent¬wicklung der Bahnstadt frei und traf mit großer Mehrheit die Entscheidung, dass das Konsortium aus der Sparkasse Heidelberg, der LBBW Immobilien und der GGH die Bahnstadt entwickeln solle.

Alice Bühren, Regionalleiterin bei aurelis: „Wir haben in der Vergangenheit bereits dafür gesorgt, dass die Mietersituation auf der Fläche geklärt ist. Parallel hat die Deutsche Bahn AG den Rückbau und die partielle Verlagerung der bahnbetrieblichen Anlagen durchgeführt. Wir wissen, dass der Markt in Heidelberg dringend auf diese Flächen wartet. Der Weg ist frei für eine zügige Entwicklung.“

Vor diesem Hintergrund hat es sich die EGH als regional verankerte Projektentwicklungsgesellschaft zum Ziel gesetzt, die ersten Teile der erworbenen Fläche bis zum Frühjahr 2009 baureif zu entwickeln. Zu diesem Zeitpunkt soll mit den ersten Hochbauarbeiten begonnen werden. „Mit dem Erwerb unseres Anteils an der aurelis-Fläche setzen wir uns bewusst für die Erschließung eines Baugebiets ein, das preiswertes Wohnen für Familien und eine adäquate soziale Infrastruktur ermöglicht“, ergänzt Helmut Schleweis, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Heidelberg.

Die finanzwirtschaftliche Versorgung in Erfüllung des öffentlichen Auftrags der Sparkassen und das Selbstverständnis der Landesbanken zur Schaffung wirtschaftlicher und sozialer Chancenfelder in den Regionen stehen hier im Einklang mit den Zielen der Stadt Heidelberg: Es soll ein nachhaltiger und urbaner Stadtteil mit gestaltet werden, der eine hohe Umfeldqualität für alle Bereiche des städtischen Lebens (Wohnen, Arbeiten, Versorgung, Erholung, Freizeit und Kultur) aufweist.

Die Entwicklung des neuen Stadtteils soll Freiräume und eine Bebauung für mehrere Generationen und unterschiedliche Nutzungsansprüche schaffen. Auf dieser Basis entsteht ein durchgrünter, klimatisch ausgeglichener Stadtteil mit einer vielfältigen, lebendigen Nutzungsmischung aus Gewerbe und Wohnraum. Mit 14 der erworbenen 60 Hektar wird ein beträchtlicher Anteil für ansprechende Grünflächen genutzt. Diese ausgewogene Verbindung aus Bautypologien und Wohnformen soll um eine ökologische Energieversorgung und ein ebenso ökologisch wie wirtschaftlich sinnvolles Entwässerungskonzept ergänzt werden.

Die EGH beginnt zunächst mit zwei attraktiven Baugebieten. An der Eppelheimer Straße ist ein Fachmarktzentrum geplant und an der „Promenade“ ein reizvolles Wohngebiet. Die Nettobaufläche wird zu 40 Prozent als Gewerbegebiet, zu weiteren 40 Prozent als Wohngebiet und zu 20 Prozent als Mischgebiet gestaltet.

Mit einem in Abschnitten realisierbaren ÖPNV-Konzept sowie einem funktionalen Wege- und Straßennetz soll die Bahnstadt als größte zusammenhängende Konversionsfläche innerhalb Heidelbergs zur zentralen Stadtentwicklungschance für die Zukunft werden.

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