Ideen werden Realität: „Projekt Wasserturm“ im Frankfurter Europaviertel auf gutem Weg

Schülerinnen und Schüler der 12. und 13. Klassen des Frankfurter Oberstufengymnasiums Max-Beckmann-Schule werden derzeit in ihrer Freizeit zu Stadtplanern: In der Arbeitsgemeinschaft (AG) „Jugend denkt Zukunft – Stadtplanung und Politik in der Praxis“ arbeiten sie an einem Konzept zur Sanierung und Umgestaltung eines denkmalgeschützten Wasserturmes auf einem Grundstück der aurelis Real Estate GmbH & Co. KG im Frankfurter Europaviertel West. Ihr Ziel: Die Umwandlung des derzeit nicht genutzten Turmes in eine Kinder- und Jugendbibliothek.

Diesem Ziel sind die Jugendlichen inzwischen ein gutes Stück näher gekommen: Am 2. November letzten Jahres stellten sie ihr Konzept erstmals dem Stadtplanungsamt der Stadt Frankfurt vor, wo es positiv aufgenommen wurde. Darüber hinaus ist das Team der Max-Beckmann-Schule mit seiner Idee einer der Preisträger des Bildungswettbewerbes „Frankfurt – Stadt der Zukunft“ unter der Schirmherrschaft von Oberbürgermeisterin Petra Roth. Die Preisverleihung fand am 17. November 2011 in der Frankfurter Paulskirche statt.

Nächste Schritte bereits eingeleitet

Die rund 13.000 künftigen Bewohner und Nutzer des Europaviertels, das auch für Familien attraktiv gestaltet wird, sowie das anhaltende Bevölkerungswachstum
Frankfurts sind aus Sicht der Schüler gute Gründe für eine Kinder- und Jugend-bibliothek. Nach dem erfolgreichen Erstgespräch mit dem Stadtplanungsamt stand im Januar 2012 ein Termin mit leitenden Vertretern der Stadtbücherei an, die sich ebenfalls kooperationsbereit zeigten. Die Möglichkeit, das Vorhaben im Rahmen des Betriebskonzeptes finanziell oder personell begleiten zu können, wurde seitens der Stadtbücherei allerdings nicht gesehen. Hierfür passen die erforderlichen Randbedingungen für den von der Stadtbücherei verfolgten Standard für ein Bibliothekskonzept nicht. Die Stadtbücherei steht jedoch als Kooperationspartner zur Verfügung und könnte beratend Know-how einbringen. „Daher sind wir nun umso mehr auf Stiftungen, Vereine oder andere private Geldgeber angewiesen, die die Realisierung der Idee unterstützen. Wir würden uns wirklich sehr freuen, wenn die Umsetzung gelänge“, fasst der Schüler Paul Gathof die Wünsche und Hoffnungen aller Beteiligten zusammen.

aurelis unterstützt mit Rat, Tat und finanziellen Mitteln

Die Idee zur Umnutzung des Wasserturms hatten die Jugendlichen im Juni 2011 im Rahmen des Innovationsspiels „Jugend denkt Zukunft“ bei aurelis in Eschborn entwickelt. Die Schülerinnen und Schüler des Politik- und Wirtschaftsleistungskurses der Max-Beckmann-Schule gingen gemeinsam mit dem Immobilienunternehmen eine Woche lang der Frage nach, wie die Attraktivität des Europaviertel West aus Sicht der Jugendlichen weiter gesteigert werden kann. Einer der dabei entwickelten Vorschläge war die Einrichtung einer Kinder- und Jugendbücherei im alten Wasserturm im südöstlichen Teil des Areals sowie die Nutzung der umliegenden Grünfläche als Lese- und Entspannungsbereich.

Das Gesamtkonzept stieß bei den aurelis-Verantwortlichen auf großes Interesse: „Da die Grundfläche des Turmes sehr klein ist, wurden bisher alle Ideen zur Verwendung verworfen. Mit einer Bücherei jedoch lässt sich die gesamte Höhe des Gebäudes gut nutzen. Auch das auf junge Menschen zugeschnittene Leseprogramm begeistert uns, so dass wir die Umsetzung des Vorschlags gerne unter-stützen“, erläutert Joachim Mayer, Leiter Portfolio Management Region Mitte bei aurelis. Das Unternehmen stellt nicht nur das Gelände zur Verfügung und steht den Schülern mit fachlichem Rat und Know-how zur Seite – im Falle einer Realisierung hat aurelis eine Anschubfinanzierung i. H. v. 100.000 Euro zugesagt.

Aus Theorie wird Praxis

Dieses Angebot nahm eine Gruppe von Schülerinnen und Schülern als Ansporn und führen das Projekt seit den Sommerferien im Rahmen der AG „Jugend denkt Zukunft – Stadtplanung und Politik in der Praxis“ fort. Die jungen Planer entwickeln anhand der Pläne des Turms und der Freifläche ein konkretes Konzept für den Umbau, das neben der äußeren Gestaltung auch die Innengestaltung und -ausstattung sowie ein Betriebskonzept inklusive des Rahmenprogramms vorsieht. Die Ideen werden regelmäßig mit den aurelis-Experten besprochen; das so entstehende Konzept soll letztlich als Entscheidungsvorlage für die Stadt dienen. Dafür nehmen die AG-Mitglieder Ortsbesichtigungen vor, messen das Areal aus und prüfen mit Fachleuten wie z. B. Architekten und Statikern, was möglich ist, welche baulichen Veränderungen ggf. notwendig werden und wie sich das Vorhaben mit dem Denkmalschutz vereinen lässt. Außerdem entwerfen die Schüler Pressemitteilungen, um ihr Projekt in die Öffentlichkeit zu tragen, und entwickeln eine Strategie für die Ansprache möglicher Sponsoren und Partner. „Wir kommen gut voran“, berichtet Jürgen Knaup, der die AG als Lehrer betreut. „Die Schülerinnen und Schüler sind trotz der zusätzlichen Arbeit sehr motiviert – natürlich auch dank des großen Zuspruchs zu ihrer Idee.“

Kontakt für die Presse

Susanne Heck

Leiterin Marketing & Kommunikation

susanne.heck@aurelis-real-estate.de +49 6196 5232-140