Doppelte Auszeichnung für Kranbauten in „Mitte-Altona“

Der Architekten- und Ingenieurverein Hamburg (aiv) sowie der Bund Deutscher Architekten (BDA), Landesverband Hamburg, haben unabhängig voneinander das Objekt „Kranbauten Mitte Altona“ ausgezeichnet. Der aiv kürte das Projekt zum „Bauwerk des Jahres 2019“. Der BDA wählte die Kranbauten auf den 2. Platz beim „Architekturpreis des Jahres 2020“. Beide Jurys lobten den architektonisch anspruchsvollen Wohnungsneubau, der das Quartier „Mitte Altona“ prägt. Die sechs einzelnen Wohnhäuser überkragen die historischen und unter Denkmalschutz stehenden Güterhallen, die aufwändig revitalisiert wurden. Die ungewöhnliche und städtebaulich gelungene Kombination war ausschlaggebend für die Würdigung.

Die Preisverleihung des BDA an Aurelis fand am 24.11.2020 statt. Insgesamt werden in drei Kategorien architektonisch herausragende Projekte ausgezeichnet.

Der aiv plant eine Veranstaltung zur Preisverleihung im Frühsommer 2021. Hier werden insgesamt vier Bauprojekte ausgezeichnet, die in besonders erfolgreicher Zusammenarbeit von Architekten, Ingenieuren und Bauherren entstanden sind.

Für Christin Schulz, Leiterin der Region Nord, ist die Auszeichnung eine Anerkennung der von allen Projektbeteiligten geleisteten Arbeit. „Die Verwaltung der Stadt Hamburg, die Architekten, unsere Projektverantwortlichen und alle am Bau beteiligten Unternehmen haben in enger Abstimmung exzellent zusammengearbeitet: kreativ in der Planung und präzise in der Umsetzung. Das war ein sehr gelungenes gemeinschaftliches Engagement. Wir haben immer betont, dass diesem Areal eine besondere städtebauliche Bedeutung zukommt. Die Auszeichnung zeigt, dass wir mit architektonischen Highlights dieser Verantwortung gerecht geworden sind.“ Zudem hebt Schulz die termingerechte Fertigstellung und die zügige Vollvermietung des Gebäudekomplexes hervor. Maßgeblich müsse jedoch die besondere Schöpfung des Architekturbüros André Poitiers gewürdigt werden. „Innovative Architektur für Wohnungen mit den Auflagen des Denkmalschutzes zu verbinden, war wirklich anspruchsvoll. Wie man heute sieht, haben wir diesen Spagat sehr gut hinbekommen. Durch die Auszeichnung fühlen wir uns bestätigt und geehrt.“ so André Poitiers in seiner Reaktion.

Historisches und Neues werden architektonisch verbunden

Die Kranbauten des Hamburger Architekturbüros André Poitiers wurden im November 2010 gemeinsam mit dem Büro arbos Freiraumplanung zum Sieger des städtebaulichen Wettbewerbs für das Gesamtprojekt „Mitte Altona“ gekürt. Poitiers Lösung zur Überbauung der Güterhallen hatte die damalige Jury dadurch überzeugt, dass der moderne, architektonisch das Areal prägende Wohnungsneubau mit Auflagen des Denkmalschutzes für die Güterhallen kombiniert wurde. Die Wohnhäuser docken sich von Osten an die Backsteinhallen des ehemaligen Güterbahnhofs an und kragen über sie hinaus. Dabei geben die sechs äußeren Gebäudekörper eine klare Struktur und einen baulichen Rahmen vor. Die Backsteinbebauung der Güterhallen wird durch die beige-graue-Klinkerbebauung der Wohnhäuser aufgenommen und verstärkt die Verzahnung mit den Osthallen, sowie die Integration in die gesamte Umgebungsarchitektur. Das Fassadenbild ist geprägt von geschosshohen Öffnungen, Balkonen nach Norden und Süden sowie Loggien nach Westen und Osten, die in einem spielerischen Raster angeordnet sind. Dadurch und durch die unterschiedliche Terrassenausprägung in den oberen beiden Geschossen entsteht ein abwechslungsreiches Bild und jeder Kubus erhält eine eigene Identität. Im Inneren sind Zonen eingerichtet, in denen der Hallencharakter erhalten blieb und zum Beispiel das Oberlichtband der Hallen sichtbar ist.

In den sechs Einzelhäusern sind 242 Mietwohnungen und in den Güterhallen Einzelhandels- und Gewerbeflächen entstanden. Zudem wurde eine Tiefgarage mit 110 Stellplätzen gebaut. Baustart für die Kranbauten war 2017. Nach rund zweijähriger Bauzeit erfolgte die Fertigstellung Mitte 2019. Die Wohnungen wurden 2017 komplett an die Aachener Grundvermögen Kapitalverwaltungsgesellschaft mbh verkauft.

Auch das übrige Areal ist weitgehend fertiggestellt

Parallel wurden seit 2015 die ehemaligen Güterhallen revitalisiert und an gewerbliche Nutzer beziehungsweise Einzelhändler vermietet. EDEKA, der Fitnessbetreiber Kieser und „Künstlerbedarf Boesner“ sind Ankermieter in den Güterhallen.

Zudem ist der Grundausbau für die sogenannte Querbühne abgeschlossen. Sie verbindet die Ost- und Westhalle des ehemaligen Güterbahnhofs miteinander. Auf insgesamt 4.750 Quadratmetern sind Büros und mögliche Gastronomieflächen entstanden. Ein erster Mieter ist bereits eingezogen. Gleichzeitig ist die Querbühne der Übergang zum angrenzenden Schulgelände, zum Park und den weiteren Wohnbauten der Mitte Altona. Bereits 2015 stellte Aurelis das benachbarte Grundstück zum Bau der Stadtteilschule zur Verfügung.

Insgesamt entstehen auf dem rund 13 Hektar großen Areal der Mitte Altona etwa 1.600 Wohnungen, ein Park, eine Stadtteilschule sowie die zugehörige soziale und gewerbliche Infrastruktur. Nahezu alle Um- und Neubauten wurden durch die Eigentümer bis Ende des Jahres 2020 fertiggestellt.

Im Projektgebiet Mitte Altona zeigt die Aurelis ihre gesamte Palette der Wertschöpfung: Sie entwickelt ungenutzte Flächen zu erschlossenem Bauland, wertet Bestandsgebäude auf, errichtet Hochbauten und vermietet Gewerberaum.

Kontakt für die Presse

Susanne Heck

Leiterin Marketing & Kommunikation

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