Aus dem „Güterbahnhof“ wird „Gare du Nord“ – Stadt Freiburg und aurelis führen Planungen weiter

Der alte Güterbahnhof im Freiburger Norden wird künftig unter dem Namen „Gare du Nord“ als Standort für hochwertiges Gewerbe vermarktet. Dieser Name, der Ergebnis eines gemeinsamen Abstimmungsprozesses der aurelis Real Estate GmbH & Co. KG und der Stadt Freiburg ist, wurde gestern, am 8. Dezember, auf der ersten Sitzung des Entwicklungs- und Gestaltungsbeirat für die Neuordnung und Neubebauung des Güterbahnhofsareals vorgestellt. Dieses Gremium tagt halbjährlich unter der Leitung von Oberbürgermeister Dieter Salomon und unterstützt beratend bei der Entwicklung des gesamten Areals. Es besteht aus Vertretern der Fraktionen, der Stadtverwaltung, der Architektenkammer, des Bürgervereins Brühl-Beurbarung, der Freiburg Wirtschaft Touristik Messe GmbH & Co. KG sowie der aurelis.

Vorgelegt wurde auch die Planung für den Quartiersplatz vor dem Alten Zollhof, die in einem längeren Abstimmungsprozess gemeinsam von Stadtverwaltung, aurelis, dem Bürgerverein Brühl-Beurbarung und dem Landschaftsarchitekturbüro Atelier Dreiseitel erarbeitet worden war. Das gemeinsame Konzept sieht für den Platz an der Waldkircher Straße und Neunlindenstraße Grünflächen, ein Wasserelement und ein Gastronomieangebot vor. Auch Informationen rund um die Entwicklung des Gewerbequartiers Gare du Nord sollen hier vorgehalten werden. Der Platz ist als Fußgängerbereich mit Sitzmöglichkeiten im Freien geplant. Er soll eine hohe Aufenthaltsqualität bekommen, eine harmonische Verbindung zur Nachbarschaft darstellen und die Eingangssituation zum Areal beleben. Die Umsetzung des Konzepts wird im Frühjahr 2010 beginnen.

Im ersten Quartal 2010 soll außerdem der Erschließungsvertrag für einen ersten Teilbebauungsplan unterzeichnet werden. Nächster Schritt wird der Satzungsbeschluss durch den Gemeinderat im April 2010 sein. Damit wird dann der Weg frei gemacht für den Bau der Erschließung und die Entwicklung der Baufelder B1 und C1 Ost rund um den Alten Zollhof. aurelis wird als Erschließungsträger die Realisierung und Finanzierung der Straßen und des Quartiersplatz übernehmen. Derzeit wird ein Energiekonzept erarbeitet, das die Ziele einer nachhaltigen Entwicklung befördern soll.

Oberbürgermeister Dieter Salomon: „2009 sind mit dem städtebaulichen Vertrag die entscheidenden Weichen für den Güterbahnhof als Standort für hochrangige und wissenschaftsnahe Gewerbe- und Dienstleistungsflächen gestellt worden. Nun werden die Planungen für die Gestaltung des Quartiersplatzes vor dem Alten Zollhof und dem ersten Teilbebauungsplan im Laufe des nächsten Jahres die Entwicklungsmöglichkeiten des Areals sichtbar machen.“ Ausdrücklich bedankte sich OB Salomon bei der aurelis und den Mitgliedern des Gestaltungsbeirats für die konstruktive Zusammenarbeit.

Die Vermarktung des Areals erfolgt sukzessive von Süden aus und schließt sich an das schon bestehende Ensemble des Alten Zollhofs an. Es sind Teilflächenentwicklungen ab 2.000 Quadratmeter Geschossfläche aufwärts möglich. Im Fokus stehen Büro- und Dienstleistungsnutzungen jeglicher Art, genauso wie moderne High-Tech-Arbeitsplätze aus universitäts- oder wissenschaftsnahen Segmenten.

Weitere Mieter sollen 2010 für den Alten Zollhof folgen. Dr. Joachim Wieland, Sprecher der Geschäftsführung bei aurelis: „Der Ostteil der Güterhallen ist nahezu vermietet. Für den Westteil erwarten wir, dass die Nachfrage anzieht, sobald die Planungen des angrenzenden Baufeldes C 1 konkret werden.“

Wichtige Schritte in 2009

2009 waren wichtige Entwicklungsschritte vorausgegangen, bei denen in partnerschaftlicher Zusammenarbeit die baurechtlichen Grundlagen für eine erfolgreiche Erschließung des Areals gelegt wurden:

Den städtebaulichen Vertrag für die Entwicklung des rund 39 Hektar großen Areals am ehemaligen Güterbahnhof unterzeichneten aurelis und die Stadt Freiburg Anfang 2009. Darin wurden unter anderem gemeinsame Ziele im Bereich Natur- und Umweltschutz und Energienutzung definiert. Danach wurde der Bebauungsplan im März und April 2009 offen gelegt.

Zeitgleich erfolgte im April 2009 der Abschluss des Refurbishment – also der Modernisierung – des Alten Zollhofs im Eingangsbereich an der Waldkircher Straße / Neunlindenstraße. Das denkmalgeschützte Kopfgebäude und ein Teil der dahinterliegenden Zollhallen wurden dabei komplett restauriert und nach aktuellen technischen Erfordernissen ausgebaut. Die historische Architektur und ihre charakteristischen Elemente im Innen- und Außenbereich blieben erhalten, gleichzeitig wurden energetische Aspekte bei der Revitalisierung umgesetzt. Ein Großteil der Flächen ist inzwischen vermietet.

Kontakt für die Presse

Susanne Heck

Leiterin Marketing & Kommunikation

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