aurelis und Stadt Marburg unterzeichnen Vereinbarung

In die Entwicklung der ehemaligen Bahnflächen am Ortenberg ist Bewegung gekommen. In einer Kooperationsvereinbarung, die von der Stadt Marburg und der Grundstückseigentümerin aurelis Real Estate GmbH & Co. KG unterzeichnet wurde, versicherten beide Partner ihr Interesse an einer nachhaltigen und ganzheitlichen Entwicklung der Flächen. Im Zuge dessen wurden außerdem konkrete Vereinbarungen zur Zukunft des Areals getroffen.

So wird die Stadt Marburg das sogenannte „Waggonhallenareal“ mit einer Fläche von ca. 23.400 Quadratmeter von aurelis erwerben. Die kulturelle Nutzung soll erhalten und künftig durch weitere Einrichtungen ergänzt werden, die in den momentan noch leerstehenden Gebäuden, zum Beispiel im Lokschuppen, Platz finden. Zurzeit laufen auf dem Areal in enger Abstimmung mit dem Umweltamt die Arbeiten zur Bodensanierung.

Gleichzeitig erwirbt aurelis 20.300 Quadratmeter Fläche von der Deutschen Bahn AG und überträgt sie unentgeltlich auf die Stadt. Damit kann nun eine Fuß- und Radwegeverbindung zwischen Waggonhallenareal und Jägertunnel hergestellt werden.

Südlich vom Jägertunnel, auf einer Gesamtfläche von ca. 10.700 Quadratmetern, soll künftig eine Wohnnutzung für Studierende entstehen. In Marburg besteht dauerhaft eine hohe Nachfrage nach studentischem Wohnen, die durch den G8-Jahrgang vorübergehend noch verstärkt wird.

Die etwa 27.000 Quadratmeter große Fläche nördlich des Jägertunnels ist derzeit durch gewerbliche Nutzung geprägt. Diese Nutzung soll beibehalten und weiterentwickelt werden. Darüber hinaus ist hier ein Lebensmittelmarkt geplant, um die Versorgungssituation der umliegenden Gebiete zu verbessern.

Die Bebauungsplanverfahren für Wohn-, Gewerbe- sowie Arrondierungsflächen – insgesamt knapp 50.000 Quadratmeter – sollen noch im Herbst 2010 beginnen. Mit der Unterschrift unter den Kooperationsvertrag ist nun ein wichtiger Meilenstein erreicht. Er bildet die Vorstufe für einen städtebaulichen Vertrag, der die Rechte und Pflichten der Partner im Verlauf des Verfahrens festlegt.

Oberbürgermeister Egon Vaupel sieht die Entwicklung daher auf einem guten Weg: „Wir haben kontinuierlich unsere Ziele zur Aufwertung dieses Standortes verfolgt. Wichtig war uns von Anfang an, die Voraussetzungen dafür zu schaffen, um die kulturelle Nutzung im Waggonhallenareal zu erweitern, neuen studentischen Wohnraum zur Verfügung zu haben und eine Fuß- und Radwegeverbindung umsetzen zu können. Diese Ziele haben wir erreicht.“ Die Gewinner, das seien auf jeden Fall die Bürgerinnen und Bürger, so Vaupel. „Mehr Kultur, mehr Grün, mehr Wohnmöglichkeiten für Studierende und für die Anwohner in Ortenberg eine bessere Nahversorgung – damit machen wir Marburg noch ein Stück attraktiver.“

Thaddäus Zajac, Mitglied der Geschäftsführung bei aurelis, ist optimistisch, dass das Bebauungsplanverfahren nun zügig voranschreiten kann: „Wir werden der Stadt ein Areal von über 20.000 Quadratmeter übertragen und das Waggonhallenareal zu einem sehr angemessenen Preis verkaufen. Damit sind wir unserem Partner weit entgegengekommen und freuen uns nun darauf, gemeinsam den Standort aufzuwerten.“

Kontakt für die Presse

Susanne Heck

Leiterin Marketing & Kommunikation

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