aurelis schafft Voraussetzungen für „grünen“ Stadtteil in Frankfurt am Main

Die aurelis Real Estate GmbH & Co. KG stellt sich dem Thema Nachhaltigkeit – und wird im Frankfurter Europaviertel die Grundlagen für einen „grünen“ Stadtteil schaffen.

Expansion nach innen

Das Europaviertel entsteht auf einer rund 90 Hektar großen innerstädtischen Brachfläche und schließt damit eine Zäsur zwischen Messegelände, City und den südwestlich gelegenen Stadtteilen. Mit der Vorbereitung des Baugrundes für die folgenden Entwicklungsprojekte hat aurelis die Grundlage für eine nachhaltige Quartiersentwicklung gelegt. Hier werden keine Grünflächen am Stadtrand versiegelt, sondern bestehende städtebauliche Potenziale durch die Konversion einer Brache optimal ausgenutzt. „Umnutzung“ statt „Grüne Wiese“ – die ökologischste Art der Stadtentwicklung!

Baugrund schaffen mit Verantwortung

Die Flächenentwicklung folgt schon in der ersten Stufe einem fest umrissenen Konzept. Der Prozess wird nach klar beschriebenen Kennziffern konzipiert, durchgeführt und dokumentiert und ist mit den zuständigen Umweltbehörden und allen Beteiligten verabschiedet: von Abriss und Entsorgung der Altbebauung, Abtransport des ausgebauten Schotters über die Schiene, umwelttechnischen
Untersuchungen des Areals in mehreren Stufen bis zu definierten Bodenverwertungs- bzw. Entsorgungswegen beim Erdbau und Bodenaushub.

Viel Grün – viel Freiraum

Bemerkenswert beim Europaviertel: der hohe Anteil an öffentlichem Grün. Rund ein Drittel des Gesamtareals, nämlich insgesamt rund 222.000 m2, wird begrünt. Davon entstehen in der Mitte des Areals 60.000 m2 anspruchsvoll gestalteter Europagarten als grüne Lunge des Quartiers. Rund 30.000 m2 verbinden den neuen Park mit dem bestehenden Frankfurter Grüngürtel und den angrenzenden Stadtteilen. Diese Flächen bringen eine abwechslungsreiche Flora und Fauna in die Stadt, fungieren als große Versickerungsfläche, unterstützen mit ihrem Bewuchs den CO2 Abbau, wirken gegen Wärmeinseln und als Luftaustauschbahn auf das Mikroklima.

Kleine Profiteure gibt es bereits heute: Die geschützten Mauereidechsen, die früher in den Gleisfeldern ihr Zuhause hatten, wurden umgesiedelt. Für sie schuf aurelis in enger Abstimmung mit den Umweltbehörden neue Lebensräume auf einer dem Artenschutz gewidmeten Grünfläche an der Westgrenze des Europa-Viertels.

Stadtplanung aus dem Lehrbuch – Ansprüche der Leipzig Charta erfüllt

Mit dem Büro Albert Speer und Partner hat aurelis seit vielen Jahren einen ausgewiesenen Spezialisten für nachhaltige Stadtplanung an ihrer Seite. Und so ist auch für das Europaviertel Frankfurt ein Entwurf entstanden, der den Ansprüchen an nachhaltige Stadtentwicklung gerecht wird. Er folgt den Maßgaben der klassischen europäischen Stadt mit einer Durchmischung von Wohnen, Arbeit, Nahversorgung, Freizeit und sozialer Infrastruktur. Kurze Wege reduzieren die Verkehrsbelastung. Unterstützt wird dieser Ansatz durch ein dichtes Fuß- und Radwegenetz sowie eine Einbindung des neuen Stadtquartiers in das ÖPNV-Netz.

Das Städtebauliche Konzept für das Europaviertel West erfüllt damit die Ansprüche der Leipzig Charta zur nachhaltigen Stadt, die im Mai 2007 von den Bauministern Europas formuliert wurde.

Nachhaltige Wärmeversorgung

Für den Einsatz regenerativer Energien ist das Europaviertel ebenfalls gerüstet. Abstände und Ausrichtung der Baukörper sind so angelegt, dass Solarflächen aufgebracht werden können. Weiterhin ist für einzelne Baufelder der Einsatz von Blockheizkraftwerken möglich und auch die Voraussetzungen für den Einsatz geothermischer Sonden sind gegeben.

Das gesamte Gelände des Europaviertels kann zudem mit Fernwärme versorgt werden. Da das Fernwärmeprinzip der Kraft-Wärme-Kopplung einen Wirkungsgrad von über 90 Prozent der eingesetzten Primärenergie ermöglicht, kann hierdurch die CO2 Emission im Vergleich zur konventionellen Erdgasnutzung um 70 Prozent reduziert werden. Bezogen auf die Gesamtfläche des Quartiers wird die Umwelt dadurch mit rund. 6.100 Tonnen CO2 pro Jahr entlastet. [Berechnung ARCADIS im Rahmen „Europaviertel West – Agenda zur Nachhaltigkeit“. ARCADIS, September 2008, im Auftrag aurelis.]

Die günstigen Primärenergiefaktoren für Fernwärme entlasten zudem die Investoren bei der Erreichung der Vorgaben der ENEV. Dies wird sich insbesondere auszahlen, wenn die Verordnung 2009 und nochmals 2012 um jeweils 30 Prozent verschärft wird.

Beste Voraussetzungen für Nachhaltigkeitszertifikate

Zur Messung der Nachhaltigkeitsqualität von Immobilien haben sich international insbesondere das amerikanische LEED (Leadership in Energy and Environmental Design) und das englische BRREAM System (BRE Environmental Assessment Method) etabliert. Viele internationale Unternehmen und Investoren richten ihre Miet- und Kaufentscheidungen zunehmend daran aus. Damit werden diese Zertifikate zum wichtigen Vermarktungsvehikel für Entwickler. Dies gilt insbesondere für Märkte wie Frankfurt, die sich an einer internationalen Klientel orientieren.
Das Konzept im Europaviertel West sorgt dafür, dass der Projektentwickler beste Voraussetzungen für eine positive Bewertung hat: Ersten Berechnungen zufolge kann das Quartier schon vor dem ersten Spatenstich des Entwicklers zu 35 Prozent der maximal erreichbaren Punkte des LEED New Construction Zertifikats und zu 30 Prozent des BREEAM Office 2006 Zertifikats beitragen.

Der Grundlagen für eine nachhaltige Stadt- und Flächenentwicklung sind geschaffen. Nun laden wir unsere Kunden – Projektentwickler, Bauträger und Investoren – ein, ihr Wissen und ihre Ideen einzubringen. Gemeinsam können wir die Zukunft des Europaviertels verantwortungsvoll gestalten und in Frankfurt ein bundesweit beispielhaftes Stadtquartier entwickeln.

In Frankfurt am Main setzt man deshalb ein Signal: Die Stadt ist im Sommer 2008 als erste Kommune in Deutschland der Deutschen Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen – DGNB – beigetreten. „Die Mitgliedschaft in der DGNB kurbelt den Wissenstransfer zwischen Bau- und Immobilienwirtschaft an“, so der Frankfurter Stadtrat Edwin Schwarz. „Das verschafft Frankfurt zusätzliches Know-how für ein nachhaltiges Bauen. Für die Bürger heißt das: Mehr Lebensqualität und einen
Imagegewinn für die gesamte Stadt.“

Kontakt für die Presse

Susanne Heck

Leiterin Marketing & Kommunikation

susanne.heck@aurelis-real-estate.de +49 6196 5232-140