Aurelis fordert realistische Planung für die City-Ost

Baustelle über 30 Jahre oder Umsetzung des verabschiedeten Rahmenplans?

Am 6. November findet die Sondersitzung der Bezirksvertretung Ost und des Bau- und Planungsausschusses der Stadt Mönchengladbach statt. Zuvor hatte die Aurelis Real Estate GmbH & Co. KG in direkten Gesprächen mit Politik und Verwaltung nochmals ihren Standpunkt zur Entwicklung der City-Ost an der Breitenbachstraße deutlich gemacht.

„Im September 2002 wurde fraktionsübergreifend der Rahmenplan City-Ost als verbindliches Leitbild verabschiedet. Ziel war die Realisierung eines Fachmarktzentrums“, erinnert Ralph Schneemann, Leiter Projektentwicklung der Aurelis Region West, an die Historie. Die Aurelis biete der Stadt nunmehr die Chance, auf Grundlage des Rahmenplans die nächsten Bausteine umzusetzen.

Kaufkraft in der Stadt halten

„Baustart für den Hornbach-Baumarkt könnte bereits im Frühsommer 2013 sein. Und mit dem französischen Sportkaufhaus Decathlon sind wir uns einig darüber, dass neben dem Baumarkt ein neuer Sportartikelfachmarkt entstehen könnte“, ergänzt Frank Wieling, Projektleiter der Aurelis Region West. Für beide Nutzungen weise die Gesellschaft für Markt- und Absatzforschung (GMA), die auch die Entwicklung der Mönchengladbach-Arkaden begleitet hat, die Zentren- und Umlandverträglichkeit sowie eine Verbesserung des Gesamtangebotes in Mönchengladbach nach. Insbesondere im Bereich Sportgeräte könnten – so das GMA-Gutachten – erhebliche Kaufkraftabflüsse gestoppt werden.

Bisher rund 1,4 Mio. investiert

Die Aurelis-Vertreter erinnern die Stadt daran, dass im Vertrauen auf den beschlossenen Rahmenplan und in enger Abstimmung mit Politik und Verwaltung bereits diverse Maßnahmen getroffen wurden, um die City-Ost zu entwickeln: „Wir haben bisher rund 1,4 Mio. Euro in die Entwicklung des rund 7,5 Hektar großen Areals investiert. Weitere Investitionen für den Neubau des Baumarktes und die Erschließung sind gesichert“, erläutert Projektleiter Wieling.

Nutzer verlieren Vertrauen in Standort

Umso größer ist beim Grundstückseigentümer nun das Unverständnis darüber, dass auf der Grundlage des neuen Masterplans alle Planungen plötzlich zunichte gemacht werden sollen. „Für uns ist nicht nachvollziehbar, dass die Politik den bisher gültigen Rahmenplan in der Umsetzungsphase verwerfen will, um sich nun für 50 Jahre an einen neuen Masterplan zu binden“, kritisiert Schneemann und warnt eindringlich vor der Signalwirkung einer solchen Beschlussfassung: „Die Entwicklung von Projekten bedarf neben einer soliden Planungsgrundlage auch einer starken Vertrauensbasis von Grundstückseigentümern, Investoren, Politik und Verwaltung.“ Sollten alle bisherigen Planungen über den Haufen geworfen werden, verlören auch potenzielle Nutzer das Vertrauen in den Standort Mönchengladbach.

Drei Jahrzehnte Baustelle

Zudem stellt sich für den Eigentümer die Frage nach der Vermarktbarkeit des im neuen Masterplan definierten Büroflächenparks in der City-Ost. „Dort werden etwa 145.000 Quadratmeter Bruttogeschossfläche für Büro vorgesehen. Bei der durchschnittlichen jährlichen Nachfrage nach Büroraum in Mönchengladbach bedeutet das – auf unseren Standort herunter gebrochen – einen Entwicklungszeitraum von ungefähr 30 Jahren.“ rechnet Frank Wieling vor. „Das heißt, in der City-Ost gäbe es drei Jahrzehnte lang eine große Baustelle.“ Man müsse sich die Frage stellen, ob das Projekt so die Dynamik und Sogkraft entwickle, die der Stadt tatsächlich nütze.

Realitätssinn bewahren

Grundsätzlich begrüße die Aurelis die Diskussion um eine städtebauliche Weiterentwicklung von Mönchengladbach. Daher schlägt Ralph Schneemann vor, Büroflächen in kleinerem und damit vermarktungsfähigem Umfang an der Lürriper Straße umzusetzen.
„Im Entwicklungsprozess zur City-Ost sollten wir alle die Marktnachfrage im Auge behalten und Realitätssinn beweisen“, appelliert Ralph Schneemann. „Es geht hier um das Vertrauen von Investoren, Kontinuität und sichtbare Fortschritte in der Stadtentwicklung, Arbeitsplätze und nicht zuletzt um langfristig zu sichernde Gewerbesteuereinnahmen in beträchtlicher Höhe.“

Kontakt für die Presse

Susanne Heck

Leiterin Marketing & Kommunikation

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